Mit dem Call vom Oktober 2026 hat die österreichische Regierung die EAG-Investitionszuschüsse im Windhundprinzip beendet. Im Juni konkurrierten rund 28.000 Anträge um etwa 3.000 förderbare Projekte, und das Ministerium argumentiert, dass die Preise für PV-Anlagen in den letzten Jahren um rund 90 % gesunken seien, sodass öffentliche Mittel stattdessen in Speicher und intelligente Steuerung fließen sollten. Minister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner kündigten die Neuausrichtung am 20. August 2026 an und bestätigten sie in der Presseaussendung zum letzten Call am 7. Oktober 2026.
Ab 2027 ist geplant: ein Speicherbonus für Batterien, die mit neuen PV-Anlagen installiert werden, und für Nachrüstungen bestehender Anlagen; ein intelligentes Energiemanagementsystem als Förderbedingung, damit Speicher, Verbrauch und Einspeisung für die gesamte Anlage optimiert werden; ein fortgeführter Bonus für europäisch gefertigte Schlüsselkomponenten; und Anträge nach Installation und Rechnungslegung, ähnlich dem Handwerkerbonus, anstelle der lotterieartigen Calls. Einfache kleine Dach-PV würde nicht mehr gefördert, während gebäudeintegrierte PV, Agri-PV, Carports, Floating-PV und Lärmschutzwand-PV förderfähig bleiben. Bonushöhen und Kriterien werden noch finalisiert; die EAG-Novelle braucht eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Für Installateure: Rechnen Sie Anfang 2027 mit einer Nachfragelücke bei einfacher PV und bauen Sie Angebote um Pakete aus Batterie plus EMS mit europäisch gefertigten Komponenten. Projekte, die 2026 leer ausgingen, können im neuen System erneut eingereicht werden – halten Sie die Unterlagen bereit.
Informationsübersicht auf Basis offizieller Mitteilungen und der Fachpresse; die Bedingungen ändern sich — prüfen Sie vor der Kundenberatung immer die offizielle Quelle und das Datum des Eintrags.